Auf Grund von mehreren Artikeln über das Heinrich-Stiefel-Schulmusem im Donaukurier bekam das Museum wertvolle neue Ausstellungsstücke.

Dorothea Albrecht hatte sich diese Artikel ausgeschnitten und aufbewahrt.
Sie musste Speicher und Keller ausmisten und stieß dabei auf Erinnerungsstücke aus ihrer Schulzeit im 2. Weltkrieg und die ihrer Kinder in den 50er und 60er Jahren.
Darunter befand sich ein von ihrer Großmutter 3 Monate vor Kriegsende selbst genähtes Schulmäppchen, denn zu dieser Zeit gab es keine Schulsachen mehr zu kaufen.
Auch eine Karte über die Schulspeisung der Schülerinnen an ihrer Schule, dem Gnadenthal, in der Kriegszeit zählt zu ihren Schätzen.
Da nach dem 2. Weltkrieg sämtliches Schulmaterial mit Hakenkreuzen bzw. Adlersymbol aus dem Verkehr gezogen wurde, gab es in den Schulen Mangel an Schulbüchern.
Die Schwestern im Gnadenthal hatten jedoch Schulbücher aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus aufgehoben, so dass an ihrer Schule kein Mangel entstand.
Ein Exemplar eines Schulbuchs, aus dem die Herrschaftsembleme des „3. Reiches“ säuberlich herausgeschnitten wurden, hat Frau Albrecht ebenfalls dem Museum vermacht.
Aufgehoben hat sie auch einen Zeitungsartikel aus der Neuen Zeit von 1946, aus dem hervorgeht, welches Chaos in den Ingolstädter Schulen am Ende des 2. Weltkriegs herrschte.
Das Gnadenthal war z. B. ein Lazarett.
Alle Schulklassen mussten deshalb ausgelagert werden.
So wurde u. a. ein Nebenzimmer des Gasthauses Daniel zum Unterrichtsraum.

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